Seminar VdH Benningen

„Warm up“ und „cool down“ auch für Hunde

Genauso wie der Mensch sich vor sportlichen Leistungen warmläuft und stretcht, sollte man auch mit seinem
Hund, der in vielen Sportarten wie Turnierhundesport oder Agility zu Höchstleistungen aufläuft, verfahren.
Aber wie? Das hat die Jugendgruppe des VdH-Benningen am Samstag, den 18. April 2009 bei der
Hundephysiotherapeutin Claudia Frick vom Hundezentrum Pfoten-Glück in Kirchberg gelernt.

Am Anfang stand die Theorie auf dem Programm. Welche Gelenke werden denn beim Sport belastet?
Wie hoch ist die Belastung in den einzelnen Disziplinen des Hundesports?
Wer hätte denn gedacht, dass auf die Gelenke eines Hundes bei der Landung nach einem Sprung das
10- bis 14-fache des Körpergewichtes einwirkt?

Sollte es da nicht selbstverständlich sein, seinen Vierbeiner darauf vorzubereiten?

Ja, denn allen Teilnehmern des Seminars war sehr schnell klar, dass akute Verletzungen wie Zerrungen,
Muskelfaserrisse und Stauchungen durch das richtige Aufwärmen vor dem Sport reduziert werden können.
Muskeln, Sehnen und Bänder erhalten hierdurch eine höhere Elastizität. Hinzu kommt auch, dass eine
gemeinsame Aufwärmphase mit dem Hund Spaß macht, mental verbindet  und  vorbereitet,  z.b. wird  die
Lernbereitschaft  und   -fähigkeit erhöht.

Der zweite Teil des Seminars wurde dann bestimmt durch praktische Übungen. Eine Regel, die immer
eingehalten werden soll, ist: Erst aufwärmen, dann dehnen!

Nach einem „Intervall-Lauf“ (Gehen & Laufen) zum Aufwärmen wurden die Stretchingübungen einstudiert.
So z.b. das Hochstemmen des Hundes am Besitzer, welches die Hinterbeine kräftigt. Oder aber das Dehnen der
Halswirbelsäule durch Rotation des Kopfes + Rumpfes nach links und nach rechts. All das soll natürlich nicht
mit Gewalt vom Hundeführer gemacht werden, sondern ist ein aktives Dehnen des Hundes bei dem er (am
Anfang am besten mittels Leckerlies) zu diesen Übungen gebracht wird.

Und natürlich steht im Anschluss an die sportlichen Leistungen das „Cool down“, welches das Herz
-Kreislaufsystem beruhigt, die Körpertemperatur regelt und den eventuellen Muskelkater vermindert.

Das Seminar war sehr interessant und lehrreich und hat zudem allen Hunden und Hundehaltern viel Spass
gemacht.

Wir alle danken Claudia noch mal, dass sie sich die Zeit und Mühe gemacht hat, uns in das richtige
Aufwärmtraining einzuführen
.

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Intervall-Lauf zum Aufwärmen von Hund und
Hundehalter

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Rotation des Kopfes und Rumpfes
dehnt die Halswirbelsäule

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“8er laufen” durch die Beine des Besitzers
dehnt die Muskeln der Rumpfaussenseite

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Hochstemmen am Besitzer
kräftigt die Hinterbeine